Erfahrungsbericht einer jungen Frau

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Erfahrungsbericht einer jungen Frau

Beitrag von Admin am Mi Okt 08, 2008 11:06 pm

Warten kann auch schön sein!

Erfahrungsbericht von Viktualia über Warten bis zur Ehe
21. Juni 2003
Produktbewertung des Autors: *****

Pro: macht mich auf Dauer glücklicher, keine Angst vor Aids oder Schwangerschaft
Kontra: für mich gibt es keins

Empfehlenswert? ja

Kompletter Erfahrungsbericht
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Zuerst einmal möchte ich etwas klarstellen! Ich schreibe diesen Bericht nicht um andere zu verurteilen oder schlecht zu machen. Auch denke ich nicht, dass meine Lösung die allein glücklich machende ist. Aber es ist meine Einstellung und meine Entscheidung und ich möchte keine Kommentare lesen, wie blöd oder sonstwas ich doch sei, denn das tut bei der Bewertung nichts zur Sache, ob ihr mir zustimmt oder meine Meinung ablehnt! Dies bitte ich zu bedenken!
Einige von euch wissen viellecicht schon, dass ich katholisch bin und an Gott glaube. Mein ganzes Leben gestalte ich aus meinem Glauben heraus und viele Fragen, die ich habe, kann ich durch meinen Glauben beantworten (wie z.B. Abtreibung etc.). Doch mein Glaube ist erst in den letzen zwei Jahren so richtig gewachsen und auch erst seitdem beschäftige ich mich damit.
Somit kann ich gleich von vorneherein klarstellen, dass ich keine Jungfrau mehr bin. Doch ich habe während meiner Beziehung gemerkt, dass ich so nicht mehr möchte! Ich habe erkannt (für mich persönlich), dass Sex in die Ehe gehört und nicht außerhalb davon existieren sollte.

Im folgenden Teil möchte ich euch kurz die Gründe erläutern, warum ich das glaube.
Ich glaube ganz fest daran, dass Gott den Menschen so erschaffen hat, dass er nicht alleine sein kann. Mann und Frau gehören für mich wirklich zusammen, erst in dieser Einheit ist der Mensch ein ganzer Mensch. Diese Einheit zweier Menschen schenkt uns Gott in der Ehe. Wenn wir uns das Ehesakrament spenden, dann binden wir uns für immer an unseren Partner, aber wir sind nicht zu zweit, sondern Gott ist der dritte in unserem Bunde. Er sorgt dafür, dass wir uns trotz vieler menschlicher Unzulänglichkeiten lieben können. Gott beschenkt uns Menschen in der Ehe, unter anderem schenkt er uns unsere Sexualität, Erotik und Lust am anderen. Diese Dinge sind also nicht schlecht oder verboten, aber sie sollten den richtigen Raum bekommen und für mich ist dieser Raum die Ehe.
Denn wenn wir uns in körperlicher Liebe einem anderen Menschen hingeben, dann geben wir ein Stück unserer Seele Preis, wir offenbaren uns diesem anderen Menschen. Dafür braucht es ein großes Vertrauen und man muss sich ganz fallen lassen können. Doch wie kann man sich ganz fallen lassen, wenn man sich des anderen nicht irgendwo auch sicher sein kann? Wenn man ständig Angst haben muss, morgen könnte es wieder zu Ende sein, wenn man sich immer fragen muss: Wie lange geht das gut mit uns?
Falls jetzt jemand einwänden möchte, dass Ehen ja auch geschieden werden können, so möchte ich an dieser Stelle sagen, dass ich als gläubige Katholikin nicht für Scheidungen bin und dies somit auch kein Argument für mich sein kann. Für mich persönlich schließt man eine Ehe für immer.
Aber nun wieder zurück zum eigentlichen Thema.
Dieses sich verschenken an den anderen kann man eben nur in einem angemessenen Rahmen. Gerade Frauen brauchen in der Tiefe ihrer Seele, auch wenn es ihnen oft nicht bewusst ist, eine feste Bindung, eine feste Beziehung. Aber auch bei Männern ist es so. Man kann sich nur ganz fallen lassen, wenn man weiß es ist für immer.
Doch nicht nur aus diesem Grund (dem Hauptgrund) lohnt sich das Warten. Es gibt auch einige andere Gründe, die für mich zählen.

Oft kommt es im späteren Leben vor, dass man, auch wenn man verheiratet ist, Zeiten erlebt, wo kein Sex möglich ist. Es kann z.B. sein, dass der Partner 2 Wochen auf eine Geschäftsreise muss. Wie kann ich ihm bedingungslos vertrauen und wissen, er betrügt mich nicht, wenn er nie gelernt hat ohne Sex zu leben? Oder auch nach einer Geburt kann dies der Fall sein. Je nachdem muss man da 6 Wochen auf Sex verzichten. Wie kann man das ertragen und wie kann dem Partner vertrauen, wenn er und man selbst nie gelernt hat mit solchen Situationen umzugehen?
Keine Frage, der Mensch ist ein sexuelles Wesen, das bestreitet niemand. Aber man muss lernen damit umzugehen. Man muss verzichten können, man muss lernen mit seiner eigenen Sexualität umgehen zu können. Der Trieb darf uns nicht leiten, denn wir sind Menschen des Verstandes. Wir sind keine Karnickel, sondern wir sind Menschen, nach Gottes Abbild geschaffen. Das sollte man sich immer vor Augen halten.
Aber auch ein ganz einfaches biologisches Problem taucht auf. Bei jedem Geschlechtsverkehr kann ein neues Leben entstehen. Das ist einfach so, man kann es nicht wegdiskutieren. Doch wie kann man sich ganz entspannen, wenn da immer diese Angst ist, was ist, wenn ich schwanger werde? Natürlich gibt es Verhütungsmittel, aber diese sind nicht 100 %ig zuverlässig, es kann immer etwas schief gehen. Eine ungewollte Schwangerschaft ist in der Ehe, wo zwei Menschen fest zusammenhalten um einiges leichter zu bewältigen als alleine. Man kann sich da sicher sein, dass der Partner einen nicht verlässt (sonst war es der Falsche!). Außerdem muss man sagen, dass Kinder uns von Gott geschenkt sind. Diese Geschenke sollten wir annehmen und eine Ehe bietet dazu den idealen Rahmen.

Doch noch ein anderes wichtiges Problem unserer Gesellschaft hat damit zu tun: Aids!
Wir lesen und hören immer wieder: Machs halt mit Kondom; aber auch das ist nicht wirklich sicher! Man kann es vergessen, es kann reißen und was weiß ich nicht alles. Außerdem ist oft eine innere Angst da. Man fragt sich, was ist wenn mein Partner es doch hat, denn man sieht niemandem an, ob er Aids hat oder nicht (bzw. ob er HIV positiv ist). Wenn aber beide Partner sich treu sind und vor der Ehe warten, dann minimiert sich diese Gefahr wirklich sehr. Und das kann auch keiner abstreiten.
Viele sagen ja immer, man könne nicht heiraten, wenn man nicht weiß ob man im Bett zusammenpasst oder nicht. Doch ist es nicht gerade heute so, dass viele Ehen geschieden werden, obwohl die Partner davor Sex hatten? Ist Sex das einzige, was zählt?
Viel wichtiger sind meiner Meinung nach eine geistige und seelische Harmonie zwischen zwei Menschen. Diese Harmonie testet man in einer Freundschaft. Ich glaube fest, dass auch die körperliche Harmonie besteht, wenn man sich seelisch und geistig gegenseitig versteht. Den Sex ist eine Körpersache. Der Akt an sich kann eigentlich mit jedem Menschen vollzogen werden. Wichtig ist die seelische Übereinstimmung,die Gefühle untereinander, dann klappt das mit dem Sex von ganz alleine!

Ich bin auch davon überzeugt, dass Gott jedem von uns einen Partner zugedacht hat, der "der Richtige" ist. Jemand, der uns so liebt und annimmt, wie wir sind und der mit uns harmoniert. Diesen Menschen zu finden und eine gute Freundschaft zu gestalten, das ist unsere Aufgabe. Alles weitere dürfen wir in Gottes Hände geben.
Nun bin ich am Ende meines Berichts angelangt und kann nur hoffen und beten, dass meine Gefühle und Gedanken bei euch so ankommen, wie ich es mir wünsche: mit Verständnis und Toleranz

Ich persönlich werde auf jeden Fall auf "den Richtigen" warten, ich werde für "ihn" warten, denn "er" wird es wert sein!
Kleine Amerkung am 21.Juli 2004
Inzwischen bin ih fast ein halbes Jahr mit meinem absoluten Traummann zusammen und sehr glücklich, obwohl ich dieses Thema recht schnell angesprochen hab in unserer Beziehung. Nur mal so zum Beweis, dass Männer das akzeptieren können!*g*

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